09.10.2018 10:06

Europäische Sportgeschichte erleben – Exkursion in das legendäre Olympiastadion

Im Rahmen der Europäischen Woche des Sports besuchten die angehenden Sportassistenten des Jahrgangs 18 der Beruflichen Schule für Sport und Gesundheit Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg das Olympiastadion in Berlin und erlebten hautnah Europäische Sportgeschichte.


"Dieser Besuch war insofern für uns interessant, da wir uns im Unterricht mit der Thematik Olympische Spiele 1936 in Berlin und deren Missbrauch durch die Nationalsozialisten beschäftigen.

Um 09:00 Uhr trafen wir uns vor dem Besucherzentrum auf dem Olympischen Platz 3. Als alle eingetroffen waren, machten wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Jede Klasse bekam einen Tour Guide, der uns rumführte. Unser Guide erzählte uns viel Interessantes über die Entstehungsgeschichte des Olympiageländes, über die Architektur des Stadions und auch über die sportlich- geschichtlichen Ereignisse während der Spiele 1936. Darüber hinaus führte er uns in Bereiche des Olympiastadions, die normalerweise nicht für jedermann zugänglich sind, wie zum Beispiel den VIP Zuschauerbereich, die Umkleidekabinen und Aufwärmhalle der Sportler und den Presseraum.

Äußerst interessant war zum Beispiel auch, dass der Verein Hertha BSC das Stadion nur zur Saison mietet. Ohne den Verein wäre dieses Stadion wahrscheinlich ein Minus Geschäft.

Das ursprüngliche Stadion, welches für die Olympischen Spiele 1916 erbaut wurde und durch den ersten Weltkrieg nicht genutzt werden konnte, wurde dann vom Architekten  Werner March von 1934 bis 1936 zum Olympiastadion umgebaut. Pünktlich zum Start der Spiele am 01.08.1936 konnte das Stadion eröffnet werden. Die Spiele dauerten bis zum 16.08.1936 an und dienten den Nationalsozialisten als willkommenes Propagandamittel.

2000 bis 2004 wurde das Stadion für 242 Mio. € grundlegend modernisiert und für die Fußball Weltmeisterschaft 2006 umgebaut. Um eine besser Atmosphäre zu schaffen, wurde die Wettkampffläche abgesenkt und die Sitzplatzkapazität von 100.000 auf ca. 75.000 Plätze reduziert.

Es war eine schöne und sehr informative Exkursion. Es hat uns allen sehr gefallen, auch weil wir Vieles für den Unterricht mitnehmen konnten."

 

Schülerbericht von Malte Schöde, Jannes  Pieper 18.1